Mais (Sambia)

Das Nationalgericht des Landes ist Nshima – Maisbrei. Nicht selten hört man einen Sambia sagen, dass er nicht richtig gegessen hat, wenn er nicht zumindest einmal am Tag Nshima hatte. Und manchmal spielt die Qualität des gekochten Nshimas selbst bei der Auswahl der Braut für die Hochzeit eine Rolle.

In rechter unterer Ecke: Nshima

Der Landwirtschaftssektor ist mit großem Abstand der größte Arbeitgeber Sambias; bis zu 85 % der Bevölkerung sind in diesem Sektor tätig, oft jedoch nur im kleinen Maßstab für die eigene Familie und örtliche Märkte. Über die Hälfte der Landfläche Sambias hat mittleres bis hohes Potential als landwirtschaftliche Fläche, jedoch werden davon heutzutage nur etwa 15 % für diesen Zweck genutzt. Im Vergleich zum Bergbausektor trägt der Agrarsektor deutlich weniger zum Bruttoinlandsprodukt bei, ist jedoch seit einigen Jahren im Aufschwung.

Mais ist die mengen- und flächenmäßig meist angebaute Nutzpflanze des Landes (> 65% der Anbaufläche). Gleichzeitig ist er auch das wichtigste Grundnahrungsmittel des Landes. Daraus ergibt sich eine große Abhängigkeit. Weißmais wird landesweit frisch oder als getrocknetes (Getreide, Mehl) Produkt konsumiert und auch für das Brauen von lokalen Getränken verwendet. Aus Maismehl wird das Nationalgericht Nshima (bestehend aus Maisbrei) hergestellt. Mais lässt sich relative leicht in vielen Teilen Sambias anbauen und wurden in den vergangenen Jahren von den Regierungen stark priorisiert und subventioniert. Jedoch ist eine Ernährung basierend hauptsächlich auf Mais nicht gesund, da dem Körper dadurch lebenswichtige Nährstoffe fehlen. Daher wird es in den kommenden Jahren wichtig sein, die angebauten Nutzpflanzenarten wie auch den Speiseplan der Sambier zu diversifizieren.