Imiseba – Maiskohle

Hintergründe und Beweggründe für das Projekt “Imiseba”

Viele von uns genießen die Grillabende im Sommer. Doch ist Ihnen bekannt, dass die Grillkohle hierfür häufig aus Tropenholz besteht? Ein Test im Jahre 2018 von WWF Deutschland ergab, dass knapp jedes zweite getestete Produkt aus Tropenholz gewonnen wurde und zudem das Holz oftmals aus Raubbau und illegalen Rodungen stammte.

Nicht nur bei uns, sondern weltweit wird Holz und Holzkohle zum Kochen und Heizen eingesetzt. Sambia hat eine der höchsten Abholzungsraten der Welt. Jährlich werden schätzungsweise 250,000 – 300,000 Hektar bewaldeten Landes abgeholzt – Hauptgrund ist die Herstellung von Holzkohle. Wenn es in diesem Tempo weitergeht könnte es laut Experten im Jahre 2030 keine Bäume in Sambia mehr geben. Etwa 90 % der Bevölkerung nutzen holzkohlebezogene Energiequellen und mehr als 75 % der Haushalte sind darauf angewiesen.

Die positive Nachricht jedoch ist, dass es Alternativen zur Holzkohle gibt. Eine davon sind Maisspindeln, sprich Maiskolben ohne Mais-körner. Diese fallen häufig als Abfallprodukt an und könnten als Holzkohle-Ersatz eine sinnvolle Verwendung finden. Mais stellt die am meisten angebaute Nutzpflanze in Sambia dar und da das Nationalgericht Nshima aus Mais hergestellt wird, bleiben so täglich zahlreiche Maisspindeln übrig.

Wir wollen etwas gegen die Waldabholzung unternehmen und zugleich Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung in Kabwe schaffen. Aufgrund der gestiegenen Preise für Holzkohle in den letzten Jahren in Sambia, könnte sich durch die Umstellung von Holzkohle auf Maisspindeln ein zusätzlicher positiver Effekt für die Bewohner Kabwes im Sinne einer Geldersparnis ergeben. Deshalb werden wir das Projekt “Imiseba” ins Leben rufen.