Cholera und Überschwemmungen in Sambia

Sambia hatte in den letzten Wochen unter dem Ausbruch einer Cholera-Epidemie zu leiden, die im Oktober 2017 begann. Die Krankheit, die meist über verseuchtes Wasser oder infizierte Lebensmitteln übertragen wird,  verursacht starken Durchfall und Erbrechen und infolgedessen Dehydratation. Seither sind über 3.800 Menschen im Land daran erkrankt und mindestens 83 Personen an den Folgen gestorben. Durch die im Januar getroffenen zweiwöchigen Maßnahmen insbesondere in der dicht besiedelten Hauptstadt Lusaka, wie beispielsweise das Verbot öffentlicher Versammlungen, Schließungen von öffentlichen Brunnen, Märkten, Schulen, Kirchen, Bars, etc. sowie die Impfung von über 1 Million Menschen gegen Cholera und weitere Maßnahmen von der WHO (World Health Organization) und NGOs, wurde die Epidemie mittlerweile eingedämmt.

Aktuell hat Sambia noch mit einer weiteren Situation zu kämpfen – starke Regenfälle und deren Folgen. Mehrere Regionen des Landes, darunter auch Kabwe, wurden teilweise überschwemmt. Aufgrund der Verwendung von hauptsächlich Lehm als Baumaterial und/ oder bereits bestehender Gebäudeschäden, haben die Regenfälle und Fluten viele Häuser stark beschädigt oder sogar zum teilweisen Einsturz geführt und einige Familien waren gezwungen ihr Zuhause aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Diese Familien leben derzeit bei Nachbaren oder Familienangehörigen, da ihre Häuser unbewohnbar sind und ihre Wohnungseinrichtung und persönlichen Gegenstände vom Regen beschädigt wurden.

Hinzu kommt, dass Brunnen aufgrund der Cholera geschlossen oder durch die Fluten verunreinigt oder zerstört wurden. Deshalb sind die Einwohner Kabwes derzeit auf die wenigen noch offenen Wasserstellen angewiesen, vor denen sich täglich lange Schlangen bilden.

Unser Team vor Ort hat ein paar der betroffenen Viertel in Kabwe und die Familien besucht, um sich selbst ein Bild von der Lage und dem Ausmaß der Schäden zu machen. Einen Eindruck bekommt von der Situation bekommt man von den Fotos die unser Team aufgenommen hat und die rechts zu sehen sind.

Die betroffenen Menschen brauchen dringend Unterstützung für den Erwerb von Wasserfiltern und Lebensmitteln sowie für den Wiederaufbau ihrer Häuser. Wir wollen ihnen kurzfristig über unser Hygiene-Stipendium   und  Lebensraum-Stipendium helfen. Langfristig wollen wir durch die Errichtung von stabilen und funktionalen Wohngebäuden im Rahmen unseres Social Housing – Projektes  zur Lösung des Problems beitragen.